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Manchmal wenn ich jemandem erkläre, was Stargardt ist und wie ich damit sehe, kommt der Ausspruch:

- Erstaunlich, dass du dich so gut angepasst hast. Man sieht es dir gar nicht an.

Ich bedanke mich dann für das Kompliment, denke aber bei mir, dass es nicht ganz so einfach ist. Wer mir genauer zuschaut, merkt möglicherweise, dass es neben den deutlichen Anzeichen (wie etwa wenn ich meine Handlupe auspacke, um die Speisekarte zu lesen) auch viele weniger offensichtliche Hinweise gibt.

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Hier eine kleine Liste meiner häufigsten und liebsten Hilfsmittel:

Meine Mitmenschen Ein herzliches Dankeschön an all die, die um meine kleinen alltäglichen Schwierigkeiten wissen und mich bei deren Bewältigung unterstützen. Es sind häufig die kleinen Dinge, die zähle: Jemand beginnt das Tagesmenü im Restaurant vorzulesen, während ich noch nach meiner Lupe suche. Jemand anders formatiert sein Email an mich mit extra grosser Schrift, obwohl das gar nicht nötig wäre (siehe unten). Wieder jemand fängt das leere Glas auf, das ich grad umgestossen habe. Und so weiter.

Meine Lupe Die kleine Biologen-Lupe (7x) für die Hosentasche.

iPhone Als Taschenlampe, elektronische Lupe, Orientierungshilfe, Fahrplanauskunft, Podcast-Station  und natürlich um ein Taxi zu rufen, wenn ich völlig im Schilf stehe.

iPad Eidlich ein mobiler Computer, den ich mir so nah vor die Augen halten kann, wie ich es brauche. Die Vergrösserungsfunktionen sind unübertroffen und dank der Vorlesefunktion komme ich wieder einigermassen zügig durch dickere Bücher - sofern es sie in elektronischer Form gibt. Und mit einer externen Tastatur kann man auch seriös damit arbeiten.

QuickLook Die elektronische Lupe von Ash.  Damit lese ich die Bücher, die es nicht in elektronischer Form gibt, und bewältige den "täglichen Aktenberg" :-)

Feldstecher Dank der modernen Optik bieten die Feldstecher in Operngucker-Grösse immer mehr Leistung und werden immer kleiner und leichter. Dank einer guten Nahgrenze brauche ich sie, um  Wegweise, Strassennamen oder die Abfahrtszeiten von Zügen zu lesen. Und natürlich auch einfach, um die Aussicht in Ruhe zu betrachten.

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Morbus Stargardt ist eine  seltene Augenerkrankung, wobei die Mitte der Netzhaut, die Stelle des schärfsten Sehens (Makula), betroffen ist. Da sie typischerweise vor dem 20. Lebensjahr beginnt, spricht man auch von einer jugendlichen (juvenilen) Makuladegeneration.