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Die modernen Mobieltelefone bieten eine Fülle von nützlichen Tools und Funktionen für Stargarster an, angefangen bei den elektronischen Karten über die Verwendung als Taschenlampe oder Vergrösserungsglar bis hin zur Vorlesefunktion. Trotzdem haben sie auch einige gravierende Nachteile.

Mein erstes Mobieltelefon habe ich relative spät gekauft. Es war mir nicht ganz klar, warum ich immer erreichbar sein muss - und ist es bisweilen heute noch nicht. Ich ging also zu den drei damaligen grossen Anbietern und habe in jedem Laden, die selbe Frage gestellt: Haben Sie ein Gerät, dass ein grosses, gut lesbares Display hat? Bei zweien erhielt ich die etwas verdutze Antwort, dass die Geräte doch alle gut lesbar seien. Beim dritten Anbieter hat der Verkäufer kurz nachgedacht, extra einige Modelle verglichen, bevor er sie mir vorlegte und steig dann noch in den Keller hinunter, um mir ein Vorjahresmodell zu holen, dass möglicherweise noch grössere Ziffern und Buchstaben hatte. Unschwer zu sagen, wo ich mein Gerät gekauft habe. Nun, das Mobiltelefon wurde wenig genutzt weder für Anrufe noch für SMS. Viel interessanter war da der erste iPod. Er erlaubte es mir, auf meine Zugfahrten Musik oder Radiosendungen (Podcasts) zu hören. Damit hatte ich endlich etwas zu tun, Lesen mit Vergrösserungsglas geht bei dem Geschaukel nämlich nicht.

Inzwischen sin die ganzen Geräte in den Smartphones verschmolzen, was die Menge an Elektronik, die ich mit mir herumtrage, um einiges reduziert hat. Die Bildschirme sind massiv besser geworden - aber halt immer noch nur in etwa handtellergross. Und trotz der eingebauten Vergrösserungsfunktionen, gibt es Situationen, wo ich die Handlupe zücke, um etwas abzulesen. Da war ich mal mit einem Vorortszug unterwegs und im Abteil gegenüber nahmen vier junge Frauen im Teenage-Alter Platz. Es wurde viel gelacht und gescherzt und die Rate an ein- und ausgehenden SMS war hoch. Da meldet sich plötzlich mein Smartphne mit dm Signal für ein eigehendes SMS. Ich rufe es also auf, zücke meine Lupe und beginne, es zu lesen. Im Abteil gegenüber wird es plötzlich still und als ich aufschaue, blicke ich in vier bass erstaunte Gesichter. Ich habe kurz genickt und meine Nachricht zu Ende gelesen - und über das einsetzende Getuschel geschmunzelt.

Nicht nur das Lesen sondern auch des Verfassen von SMS ist schwierig. Es macht für mich keinen grossen Unterschied, ob das über den Zahlenblock, eine volle Tastatur, die nur fünf Zentimeter lang ist, oder über eine berührungsempfindliche Version auf dem Bildschirm erfolgt; das ist alles gleichermassen zu klein. Und da ich keine Lust habe, meine Antworten in aller Öffentlichkeit zu diktieren, was inzwischen auch möglich geworden ist, fallen meine wenigen SMS immer sehr kurz aus.

 

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