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Kürzlich ging ich an meinem Arbeitsort zur Toilette. Als ich eines der Klo-Abteile betrat und bebegann, mich einzurichten , hiel ich verdutzt inne:.Seit wann haven wir denn klodeckel hier?In letzter zeit wurde im Haus viel umgabaut und ich habe mich darauf eingestellt, dass cih einige Dinge wieder neu suchen und ihren Standort lernen muss. Aber die Klos waren immer noch am gleichen Ort undvon den Erneuerungen ausgenommen. Dann schaute ich ein zweites Mal hin, und siehe da, es war wie immer nur die Klobrille da. Mein erster Blick auf die Kloschlüssel war offenabar so ausgerichtet, dass mein blinder Fleck genau auf die èOffnung zu liegen kam. Mein Gehirn hat dann die Lücke aufgefüllt und schnell einen Klodeckel konstruiert.

Im ersten Moment habe ich über mich geschmunzelt. Dann fiel mir eine kleine Geschichte ein, die ich mal irgendwo gelesen habe und die mich geprägt hat. Sie handelte von zwei Brüdern, die sich ständig gestritten ahben, insbesondere darum, wer nun recht hat und wer nicht. Der Vater wurde es irgendwann leid, hat seine Sähne zu sich gerufen und sie so an den Küchentisch gesetzt, dass sie sich gegenüber sassen. Dann stellte er eine Vase vor sie hin: So, und nun sagt mir, was ihr da vor euch seht. Eine weisse Blumenvase, sagt der erste. Eine weisse Blumenvase mit einem blauen Schiff darauf. Und wer hat nun recht?, fragte der Vater.

Merke: Schon beim einfachen Sehen, ist der Blickwinkel eine wichtige Grösse. Im übertragenen Sinn, beim Beurteilen von Meinungen und Handlungen anderer wird er häufig übersehen. Der Blickwinkel von mir oder von einer anderen Person auf eine Sache ist nie derselbe, auch wenn wir einer Meinung sind. Und was dem Blick oder demdirekten Zugang verborgen ist, reimt sich das Gerhin zusammen. Auch wenn es nur ein Klodeckel ist. Es lohnt sich also immer, ein zweites Mail hinzuschauen, bevor man ins Leere greift.

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